KHG Kerntechnische Hilfsdienst GmbH

In der Bundesrepublik Deutschland wird der Betreiber einer kerntechnischen Anlage durch das Strahlenschutzgesetz verpflichtet, technische und personelle Vorsorge zu treffen, um nach einem Störfall die Anlage zu stabilisieren, die Ursache zu analysieren und die Folgen des Störfalles zu beseitigen.

Aufgabe der KHG ist es, zu diesem Zweck spezielle Geräte in den Bereichen Infrastruktur, Strahlenschutz, Dekontamination und Fernhantierung für Einsätze vorzuhalten, die Einsatzbereitschaft der Geräte zu erhalten und Personal im Umgang mit den Geräten zu trainieren.

Roboter für den Einsatz in kerntechnischen Anlagen © KHG

Arbeitsschwerpunkt in ROBDEKON

Im Zusammenhang mit der Stilllegung der deutschen Kernkraftwerke ergibt sich aus dem Rückbau der Anlagen ein steigender Bedarf nach roboterbasierten Dekontaminationsverfahren. Aufbauend auf langjährigen Erfahrungen im Bereich Personen- und Materialdekontamination trägt die KHG zur Analyse der Anforderungen und zur Spezifikation der möglichen Projekt-Szenarien bei.

In das Projekt ROBDEKON wird Expertise aus der Durchführung von Arbeiten in kontaminierten Bereichen sowie Expertise aus dem Einsatz teleoperierter Systeme in kerntechnischen Anlagen eingebracht, um im Verlauf des Projektes die Evaluierung entwickelter Gerätschaften im Hinblick auf praxisgerechte Anwendungsmöglichkeiten zu unterstützen.